Merkblatt :Gartenteich :



 
 
 
 
 
 
 

ein Gartenteich ist wohl eines der faszinierendsten  Elemente im Garten.Sowohl unterhaltend als auch beruhigend.Dabei kann man grob drei Arten von Gartenteichen unterscheiden.
Bei dem ersten Type steht der Biotopgedanke   im Vordergrund.Also vielen Pflanzen und Tieren soll eine Heimat und Anlaufstelle geboten werden.Wasserbewegung sollte hier weitgehend ausgeschlossen sein.Bei dem zweiten Typ von Teichen steht das Element Wasser im Mittelpunkt.Hier ist der Wechsel von Steinen,Wasser und Licht das gestaltende Element.Das Wasser kann hier bewegt sein oder nur ruhig als Oberfläche wirken.Beim dritten Typ steht dann das Baden im Vordergrund.Dieser Teich hat einen (größeren ) Teil in dem das Material im Vordergrund steht und einen anderen, der bepflanzt ist.In diesem bepflanzten Teil findet dann auch die Reinigung des Wassers statt.Dieser dritte Teichtyp stellt aber in allen beiden Teilen einen Kompromiß dar ,was man bei den Ansprüchen an die einzelnen Teile berücksichtigen muß.Die Problemstellungen und Lösungen des dritten Typs sind so komplex, daß er in diesem Merkblatt nicht berücksichtigt wird.
Standort : hell ,eher vollsonnig als halbschattig.Nach Möglichkeit nicht  unter großen Bäumen anlegen, da die Laubmengen im Herbst beträchtlich sind.

 
 
 
 
 
 
 

Tiefe:unser Rat ist ,vor allem bei kleinen und mittleren Teichen ,mehr auf die gelungenen Proportionen als unbedingt auf die Tiefe in cm zu achten.Für die Tiere und Pflanzen (Ausnahme Fische) ist die Wassertiefe nicht entscheidend.Fische stellen in einem Gartenteich eher ein störendes Element dar.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


 

Reinigung: Eine goldene Regel bei Teichen ist es ,in das System so wenig wie möglich einzugreifen. Also keine jährliche Reinigung und auch so wenig wie möglich von außen in das System eintragen.Im Herbst kann der Laubeintrag am leichtesten mit einem Kirschnetz , das über den Teich gelegt wird, abgefischt werden.Erst nach vielen Jahren, wenn der Teich zu stark verwachsen ist ,kann eine Entleerung überlegt werden.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


 

Algen:Das Algenwachstum ist eng verbunden mit dem Nährstoffgehalt,dem pH-Wert und den Lichtverhältnissen.Das heißt:von Anfang an viele Wasserpflanzen setzen, um den Gehalt an freien Nährstoffen niedrig zu halten.Sich zurückhalten beim Wasserauffüllen.Solange nicht die Gefahr besteht, daß die Sumpfpflanzen trockenfallen,auf den nächsten Regen warten und nicht mit dem Schlauch auffüllen.Kein Wasser aus Regenrückhaltebecken verwenden, da die Dächer wie große Filter wirken und das Wasser zwar kalkarm aber trotzdem belastet ist.Laubeintrag vermeiden.Aber trotzdem:Es gibt keinen Teich ohne Algen, da diese in der Natur überall vorkommen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


 

Springbrunnen :Im Biotop vermeiden ,wenn überhaupt ,dann in Form eines Quellsteines um unnötige Wasserbewegung zu vermeiden, die viele Wasserpflanzen nicht vertragen.Sie finden in der Natur Wasserpflanzen auch nur in Teichen oder Altwässern aber nie in Fließgewässern.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


 

Aufbau :eine 0,8  bis 1 mm Folie ist ausreichend.Eine Unterspannbahn mit Gewebevlies kann bei starkwurzelnden Nachbarpflanzen von Vorteil sein.Feinmodellierung mit Sand.Auf die Folie geben wir nur Riesel und keine Erde, um von Anfang an geringe Nährstoffwerte zu halten.Das Pflanzenwachstum ist damit im ersten Jahr sicherlich gebremst aber eben auch das Algenwachstum.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Form:Wir halten es nicht für nötig in der Grundanlage sehr feingliedrige Formen anzulegen.Selbst ein Kreisrunder Teich kann mit Findlingsguppen in jede gewünschte Form gegliedert werden.
Fische :Sind zwar schön anzuschauen , aber sind Räuber im Gartenteich und wenn sie das Fischfutter über das Jahr hinweg aufsummieren, kommen eine ganze Menge an Nährstoffen zusammen, die in das System eingebracht werden , ohne daß sie wieder entfernt werden..

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mücken:Es ist ein Ammenmärchen, daß bei Gartenteichen viele Mücken wären.Noch vor den Mückenlarven ist der Teich von den Gegenspielern besiedelt, die nur auf diese warten.Mücken siedeln sich eher im Garten in Regentonnen an, wo diese Gegenspieler fehlen.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


 

Größe : Nach unten und oben gibt es keine Begrenzung.Selbst in einem halbierten Holzfaß kann noch ein kleiner Wassergarten angelegt werden.
Fertigteich-Folienteich :mit Folien kann der Teich schöner in den Garten integriert werden.Fertigteiche haben meist senkrecht abfallende Seitenwände,die nicht mit Steinen oder Riesel verdeckt werden können.Daher ist immer das (meist schwarze) Material sichtbar.Bei sehr kleinen Teichen kann aber mit Fertigteichen leichter eine gewünschte Wassertiefe erreicht werden, da das Ausgangsmaterial steifer ist.
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 

Bachlauf und Wasserfall :Beide Elemente sind nur sehr schwer nachzuahmen.Beim Bachverlauf ist es günstiger ihn mit einem  sehr schmalen ,langen Teich nachzuahmen-ohne Wasserbewegung.Beim Wasserfall muß man drei Problemfelder beachten: Erstens :die Zwangswasserverdunstung und Verlust durch Spritzwasser.Zweitens :wenn die Folie belegt ist braucht man enorme Wassermengen = Pumpengeräusche sind im Nahbereich störend.Zum Dritten stören die Wasserbewegungen die Pflanzen (siehe oben).Ein Quellstein, bei dem das Wasser sanft über eine Steinkuppe fließt ist mit unbedenklich.